Tiere fotografieren, das ist doch keine Kunst!

So habe ich es oft gehört. Und anfänglich wütend, dann erklärend und irgendwann lächelnd abgenickt. Natürlich kann jeder seinen Hund, sein Pferd, seine Katze, sein Huhn oder sein Kaninchen fotografieren. Aber sind das dann auch die Bilder, die Du auch nach Jahren noch mit Liebe und Stolz betrachtest? Die an deiner Wand hängen, die bei den Eltern ein Tränchen kullern lassen oder bei Oma und Opa im Wohnzimmer stehen? Ich bin selber Tierbesitzerin und gehöre auch zu den Personen die aktiv verliebt in den eigenen Hund sind. Für mich ist meine Wilma einfach die Schönste. So oft fotografiere ich sie mit dem Handy. Wenn ich mich in unsere Wohnung umsehe finde ich aber keines dieser Bilder an den Wänden, denn sie sind oftmals nicht in der Qualität, dass ich sie vergrößert noch schön finde, manchmal sitzt der Fokus nicht richtig, da es schnell gehen muss, weil ist ja gerade so putzig oder das Licht ist nicht optimal. Für eine schnelle WhatsApp um meinen Mann an der niedlichen Situation teilhaben zu lassen reicht es absolut, aber auf die Leinwand schafft es das Bild nicht. Kurzum - auch ich kann meine emotionalen Bilder mit Wilma nicht selber festhalten und suche mir dafür den Fotografen meines Vertrauens. Warum macht es Sinn ein Fotoshooting mit dem Tier beim Tierfotografen zu buchen? Vorab -für ein Tier macht ein Fotoshooting gar keinen Sinn. Das kann auch ich nicht schönreden. Es ist somit an mir als Fotograf Situationen zu erschaffen, in denen sich Mensch und der Vierbeiner wohlfühlen und Spaß haben. Ich bin mit Hunden groß geworden, bin lange Zeit meines Lebens geritten. Zu Tieren jeglicher Art fühle ich mich einfach hingezogen. Ich kann sie gut lesen, habe gute Kenntnisse was Eigenschaften und Bedürfnisse angeht. Dieses Wissen macht es mir möglich Situationen zu erfassen, die Besitzer an dem Punkt abzuholen wo sie stehen und auch manche Probleme zu lösen. Natürlich gibt es viele parallelen zur Menschenfotografie, schließlich stehen auch diese bei mir vor der Kamera. Aber es gibt eben immer wieder kleine, feine Unterschiede, die ein solides Bild mit dem Haustier zu einem perfekten Bild machen. Zu einem Bild das zeigt mein Tier ist nicht nur mein Tier, mein Tier gehört zur Familie.                                                                                                                                                                                                                                                             Meinen mal wieder recht lang geratenen Text schmückt das liebe Gretchen. Ihren Fuß habt Ihr ja bereits bewundern können. Nun dürft Ihr diesem kleinen Glückshuhn in die Augen schauen. Bevor ich sie kennengelernt habe, hätte ich nicht erwartet, dass mich Hühnerbilder emotional berühren. Aber Gretchen hat mich eines besseren belehrt. Aktuell besuche ich sie alle 14 Tage und ich freue mich jetzt schon sie nächste Woche wieder zu sehen. Zu beobachten wie das Vertrauen zum Menschen wieder größer geworden ist, die Federn weiter sprießen und die Lust aufs leben weiter gewachsen ist.